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Heißt zu Recht „Palacio de la Comunicación“: das Hauptpostamt |
Wenn später die Großstadt ihre Lichter anknipst, sollten Sie die Gran Via ansteuern, wo sich rund um den illuminierten Brunnen der Göttin Cibeles gelegentlich auch die erhitzten Real-Madrid-Fans abkühlen. Doch jetzt hält der Abend statt Wasserdusche eine wahre Lichterkaskade bereit: Hell erstrahlt der Zuckerbäcker-Palast des Hauptpostamts, der von Touristen immer wieder mit dem Königsschloss verwechselt wird – als ob Postbeamte für die termingerechte Lieferung von Thronfolgern zu sorgen hätten! Auch das Edificio Metrópolis an der Gabelung zur Calle de Alacalá sieht in der Dämmerung am besten aus, und erinnert mit seiner Keramikkuppel nicht nur namentlich an die Ästhetik der Fritz-Lang-Filme. Jetzt, zur veilchenblauen Stunde, erwacht die 1910 eingeweihte Prachtstraße Gran Via zum Leben. Wer mag, kann zur Einstimmung in der Art-déco-Bar „Museo Chicote“ Station machen, so wie einst Rita Hayworth. Sie würde es heute wohl eher in Madrids schicken Stadtteil Salamanca verschlagen, wo sich an der Calle Serrano die exklusivsten Modeläden der Stadt aneinander reihen. Wildere Nachteulen flattern lieber ins wenige Schritte nördlich der Gran Via gelegene Chueca-Viertel. Verfehlen kann man es nur schwer: Drag Queens, schräge Boutiquen und trendige Bars weisen den Weg, Daiquiris und Open-Air-Bars legen sich quer – als willkommenes Hindernis nach diesem Madrid-Marathon.
Essen & Trinken:
La Manzana
Paseo de la Castellana 57, Tel. 0034/91/210 88 00
Der spanische Chef Enrique Martinez serviert im eleganten Restaurant des Hotel „Hesperia“ Spezialtäten wie karamelisierte Entenbrust mit Pilzen der Saison.
Lhardy
Carrera de San Jerónimo 8, Tel. 0034/91/521 33 85
Ein madrilenisches Restaurant wie aus dem Bilderbuch, selbst eine Delikatessenhandlung ist angeschlossen. Seit dem Jahr 1839 scheint es unverändert gediegen, im Sommer wird hier gegen 11 Uhr morgens kühlender Gazpacho, eine köstlich-kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, geschlürft.
Soroa
Modesto Lafuente 88, Tel. 0034/91/553 17 95
Weltklasseküche aus dem Baskenland in lichtdurchflutetem Ambiente. Gerichte wie Dorade mit Risotto vom Flusskrebs werden hier serviert.
Am Abend:
Casa Alberto
Calle Huertas 18, Tel. 0034/91/429 93 56, casaalberto.es
Über 170 Jahre alt – eine der schönsten alten „tabernas“ in Madrid. Über die edelstahlähnliche Theke aus Onyx läuft zur Kühlung der Gläser ständig frisches Wasser, feinen Vermouth vom Fass und Tapas gibt’s an der Theke.
Bar Lamiak
Cava Baja 42, Tel. 0034/91/3655212
Sympathische Café-Bar in der Tapas-Gasse Cava Baja. Jugendliches Publikum und ebensolches Ambiente.
Coyote Lounge
Calle Fernández de los Rios 78, Tel. 0034/91/544 77 36
Hipper Club, in dem auch die Mannschaft von Real Madrid ihre Siege feiert.
Cardamomo
Echegaray 15, Tel. 0034/91/369 07 57
Flamenco-Pop an Madrids beliebtester Ausgehzeile Echegaray. Fiesta-Stimmung mit echt spanischem Temperament – hier sind Touristen definitiv in der Unterzahl.
Übernachten:
Hotel Ritz
Plaza Lealtad 5, Tel. 0034/91/701 67 67, Fax 701 67 76, ritz.es
Belle-Epoque-Wahrzeichen direkt neben dem Prado. Planung und Bau des Hauses überwachte der legendäre César Ritz persönlich. Madrids erste Adresse und eines der feinsten Grand Hotels Europas.
Hotel Hesperida
Paseo de la Castellana 57, Tel. 0034/91/210 88 00, Fax 210 88 99
Das vor drei Jahren eröffnete Hotel hält eine feine Mischung zwischen Eleganz und coolem Design bereit. Die Lage im noblen Stadtviertel Salamanca macht das Haus zu einem idealen Ausgangspunkt für Shopping der gehobenen Art.
Bauzá
Calle Goya 79, Tel. 003/91/435 75 45, Fax 4 31 09 43
Das Haus gilt feinstes Madrider Design-Hotel und liegt im Herzen des Shopping-Viertels Salamanca. Cooler Minimalismus, sehenswert ist auch die Bar, ein beliebter Treffpunkt hipper Madrileños.
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