Der Auftakt führt am Ortsrand von Vall d'Uixó ins Höhlendunkel: in die wasserdurchfluteten Coves de Sant Josep/Grutas de San José (siehe »Mit Kindern reisen«). Die Besucher werden im Schildkrötentempo mit Kähnen gestakt und gehen auch ein kurzes Stück zu Fuß. Schön ausgeleuchtete Tropfsteine und Felsvorhänge ziehen Jung und Alt in ihren Bann. Nach dieser »Reise zum Mittelpunkt der Erde« (so der Höhlenslogan) wendet man sich auf dem Vorplatz des Grotteneingangs den leiblichen Genüssen zu. Im Restaurant La Gruta (Paraje San José, Tel. 964 66 00 08, €-€€, Mo geschl.) sitzt man bei Wolfsbarsch und Rinderfilet angenehm unter Höhlengewölben, die Weinauswahl ist ausgesprochen gut.
Hinter Vall d'Uixó steigt das kurvige Sträßchen CV-230 in den ausgeschilderten Parc Natural Serra d'Espadà an. Dies 31 000 ha große Naturschutzgebiet setzt markante Kontraste zur Küste und wirft sich mit dem Pico de la Rápita bis zu 1106 m hoch auf. Zu Beginn der Tour ziehen Oliven und Orangenplantagen vorbei, Felsgebilde wirken aus der Ferne wie Haifischflossen. Hinter Alfondeguilla wartet die Auffahrt auf den 400-m-Pass Marianet. Auf eine längere Abfahrt folgt der Rechtsabzweig auf der CV-219 Richtung Chóvar und Eslida. Die Gegend ist dünn besiedelt, Bergsilhouetten lappen übereinander. Das kleine Häusermeer von Chóvar hebt sich gegen den dahinterliegenden Bergkegel ab. Hinter Chóvar folgt eine steilere Auffahrt. Das Grün gibt unverändert den Ton an, dazwischen glänzen das Gelb der Ginstersträucher und das Rostrot von gerindeten Korkeichenstämmen. Auf dem 620 m hohen Port d'Eslida zieht es merklich kühler ins Auto, an trüben Tagen umspielen Wolken die Berge. Nutzen Sie den Parkplatz auf der Passhöhe zu einer Pause, um die unverbrauchte Luft zu genießen.
Kiefern, bemooste Felsen und Haarnadelkurven sind Wegbegleiter bis in den Talort Eslida, der sich über mehrere Etagen erstreckt. Rundum sieht man zu Bergen auf. Zwischen Eslida und Aín blättern sich weitere Grünfacetten auf, ab Aín (Wegweiser Richtung Almedíjar) geht's weiter über L'Alcúdia de Veo. Zu Kiefernbeständen gesellen sich auf diesem letzten schönen Berg- und Talstück Ölbäume und Eukalyptus hinzu. Hinter Tales verliert das Gebirge an Kraft, die Szenerie an Attraktivität. Der weit ausgreifende Kastellort Onda liegt bereits außerhalb der Naturparkgrenze; über Onda erreichen Sie ostwärts die Küstenautobahn und die N-340.
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