
Die drei vor der Küste gelegenen Inseln sind von Trapani aus mehrmals täglich mit Fähren und Tragflügelbooten erreichbar. Sie sind kleine Kalkschollen im Meer, das hier noch intakt ist und mit Klippen, Meeresgrotten und einer reichen Unterwasserfauna besonders Taucher anzieht. Die Inseln sind ruhig, Autoverkehr und ein großes Hoteldorf gibt es nur auf Favignana, aber auch dort mieten sich die meisten Gäste in kleinen Pensionen und privat ein.
Favignana (19 km2, 33 km Küstenlänge, 3800 Ew.) ist noch heute eine der wichtigen Thunfischfangstationen. An den meist flachen Steinküsten wurde früher der weiche Kalktuff abgebaut und als Baustein verschifft. Geblieben sind die bizarren Formen dieser Steinbrüche direkt am Meer. Der größte Teil der Insider Tipp Insel ist flach und mit Feldern bestellt, nur in der Mitte ragt der 314 m hohe Monte Santa Caterina auf, mit einer Festung auf dem Gipfel. Badebuchten mit ein wenig Sandeinspülung gibt es im Süden der Insel. Unterkunft und beste Meeresküche im Hotel Egadi (11 Zi., Via Colombo 17, Tel./Fax 09 23 92 12 32, www.hotelegadi.it, €€ - €€€). Am Hafen gibt es mehrere Fahrradvermieter (das Rad ist ideal für die Inselerkundung).
Levanzo (6 km2, 12 km Küstenlänge, 200 Ew.) ist ein 278 m hoher Felsrücken, der bis auf die Felder im ebenen Teil der Insel und die Terrassierungen über dem Hafendorf von dichter Macchia bedeckt ist. Die Küste ist schroff und felsig. In die Grotta del Genovese sind 15 000 Jahre alte Felszeichnungen von Menschen und Tieren eingeritzt (Führung, 10 km Fußweg oder Bootsfahrt, Tel. 09 23 92 40 32, Giuseppe Castiglione). Einfache Unterkunft und gute Fischerküche gibt es im Paradiso (Lungomare, Tel. 09 23 92 40 80, 15 Zi., €€).
Marettimo (12 km2, 19 km Küstenlänge, 700 Ew.) ist ein schroffer Gebirgszug, der sich bis 686 m hoch aus dem Meer erhebt. Anders als die beiden anderen Inseln, die vor 10 000 Jahren noch Festland waren, hat sich Marettimo schon vor 600 000 Jahren von Sizilien getrennt und besitzt so eine ganz eigene Pflanzenwelt, die im Frühling die sonst üppig grüne Insel in einen Blütentraum verwandelt. Leichten Zugang zum Meer gibt es vom Land her nur an wenigen Stellen, die großartigsten Buchten und Meereshöhlen erreicht man mit Booten (Touren ab Hafen). Unter Wasser ist Marettimo ein Traum. Zu Fuß führen Wanderungen auf Ziegenpfaden hoch über der Ostküste zur Burgruine Punta Troia und zum Leuchtturm an der noch wilderen Westküste. Die Trattoria Il Veliero (Tgl., Tel. 09 23 92 32 74, €€) ist der Inseltreffpunkt, und man isst gut und reichlich Fisch. Übernachtung in Privatzimmern, die Anbieter stehen am Hafen, wenn das Schiff einläuft.
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