Eindrucksvolle Ruinenstadt 45 km nordwestlich aus Aquileias römischer Blütezeit und aus der mittelalterlichen Glanzzeit als byzantinischer Patriarchensitz und wichtiges norditalienisches Kulturzentrum eine romanische Basilika mit Mosaikboden des Vorgängerbaus aus dem Jahr 319.
Auf den Spuren der langobardischen Besiedlung des Friaul gelangt man 70 km nordwestlich nach Cividale del Friuli. Höhepunkt der Langobardenkultur in Cividale del Friuli ist der Tempietto Longobardo überm Natisonefluss; außerdem zwei Museen: Museo Archeologico (Mo 9-14, Di bis So 8.30-19 Uhr) und Museo Cristiano (Mo-Sa 9.30-12 und tgl. 15-18 Uhr, im Seitenflügel der Basilika)
Im Collio, den Hügeln der berühmten friulanischen Weißweine, lädt ein wunderschönes Landhotel, Teil einer Burg, zur Übernachtung: Golf Hotel (15 Zi., San Floriano del Collio, Tel. 04 81 88 40 51, Fax 04 81 88 40 52, www.golfhotelcastelloformentini.it, €€€). Außerdem ein Schlemmertipp: In Cormons 55 km nordwestlich auf dem Weg nach Udine das Al Giardinetto (Mo/Di geschl., Via Matteotti 54, Tel. 048 16 02 57, €€).
Die beiden bekanntesten Badeorte an der oberen Adria sind Lignano (70 km westlich, 5000 Ew.) und Grado (45 km westlich, 9000 Ew.), Letzteres ein mittelalterliches, über Straßendämme zu erreichendes, pittoreskes Inselstädtchen mit bedeutenden frühchristlichen Kirchenbauten wie der Basilika Sant'Eufemia (5./6. Jh.) mit wunderbarem Mosaikfußboden.
Die Küstenstraße von Triest nach Duino zwischen der Adria und dem grottenreichen Karstgebirge (z. B. Grotta Gigante bei Villa Opicina, tgl. Führungen) zählt zu den schönsten Panoramastraßen Italiens. Herrlich gelegen sind auch das Castello di Miramare, in wunderschönem Park hoch überm Meer 1860 für Erzherzog Maximilian von Österreich erbaut (tgl. 9 bis 18 Uhr), und der malerische Küstenort Duino mit Burg, den Rainer Maria Rilke in seinen »Duineser Elegien« verewigte.
Die 70 km nordwestlich gelegene heimliche Hauptstadt (100 000 Ew.) der Friulaner, die es bis 1956 auch tatsächlich war, trägt den Stempel Venedigs, dem es im 16. und 17. Jh. als Bollwerk gegen Hunnen, Ungarn, Türken gedient hatte. Das Kastell auf dem Burgberg birgt heute die städtische Pinakothek. An der abwechslungsreich-harmonischen Piazza della Libertà lädt das riesige Kaffeehaus Caffè Contarena ein; des Weiteren ein schöner Marktplatz (Piazza Matteotti) und im Dom und im Palazzo Arcivescovile Gemälde von Giambattista Tiepolo, dem berühmten Sohn der Stadt.
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