Peking

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Highlights

Sommerpalast Yihe Yuan

Der riesige kaiserliche Garten mit seinen zahllosen Hallen, Wohnhöfen, Seen, Pavillons, Laubengängen und Pagoden entstand im Wesentlichen in den Jahren 1750/51 als Geschenk des Qianlong-Kaisers zum 60. Geburtstag seiner Mutter. Nach zweimaliger Plünderung und teilweiser Zerstörung - 1860 durch Engländer und Franzosen, das zweite Mal 1900 durch die alliierten Armeen nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes - wurde der »Garten der Harmoniepflege« (Yihe Yuan) unter der Regie der Kaiserin Cixi wieder hergerichtet. Nach der Vertreibung des letzten Kaisers im Jahr 1924 erhielt erstmals die Öffentlichkeit Zutritt.

Die Bauten unterscheiden sich erheblich vom »Winterpalast« Gugong. Stilistisch uneinheitlich, teilweise verspielt bis hin zum Kitsch, sind sie ein typisches Produkt der ausgehenden Qing-Zeit. Die Mandschu-Kaiser wollten sich hier nicht nur am sommerlichen Grün, sondern auch an der Tatsache delektieren, dass sie halb Asien beherrschten. So ließen sie südchinesische Gartenkunst ebenso imitieren wie die tibetische Klosterarchitektur. Auch ein Gebäude wie der »Pavillon des Buddha-Weihrauchs« wäre unter den konfuzianischen Ming-Kaisern als dominierendes Palastgebäude undenkbar gewesen: Die Mandschu waren eben auch gläubige Buddhisten.

Das vorherrschende Motiv im Yihe Yuan ist jedoch ein anderes: der Wunsch nach langem Leben. Er findet sich im Gebäudeschmuck (Symbole: Hirsch, Kranich, Kiefer, Bambus), in der Bepflanzung (Kiefer, Bambus) und in Orts- und Hallennamen. Langes Leben ist neben Reichtum und männlichem Nachwuchs eines der drei altchinesischen Glücksideale. Dass dieses Motiv hier so dominiert, hängt vor allem mit der Kaiserinwitwe Cixi zusammen, die sich den Palast in den Jahren 1886 bis 1891 als Alterssitz herrichten ließ.

Gleich hinter dem Haupteingang liegen die Audienz- und Amtsgebäude. Sie sind ausnahmsweise nach Osten ausgerichtet. Von den Bronzetieren im Vorhof stehen Drachen und Phönixe für den Kaiser und die Kaiserin, während das große, beschuppte Fabeltier Qilin segensreiche Herrschaft verkörpert.

In der ersten Halle (Renshou Dian) wurden Beamte und ausländische Gesandte empfangen. Die Bronzekraniche und der Name des Gebäudes - »Halle des Altwerdens durch Güte« - stimmen auf das Hauptthema des Palastes ein.

Nördlich der Halle gelangt man zu einem der zwei Palasttheater. Die dreigeschossige Bühne war bei ihrer Eröffnung 1891 die größte des Landes. Heute sind in den angrenzenden Räumen Kuriositäten aus Cixis Besitz - meist Geburtstagsgeschenke - ausgestellt. Südwestlich davon, in der Halle der Jadewogen (Yulan Tang), hielt Kaiserin Cixi ihren Neffen, den vorletzten Mandschu-Kaiser, zehn Jahre lang interniert. Ihre eigenen Wohnräume, die sie von Mai bis Oktober bewohnte, liegen gleich nebenan in der Halle der Freude im Alter (Leshou Tang). Hieran schließt das berühmteste Bauwerk des Sommerpalastes an: der 728m lange, mit 8000 Roman- und Landschaftsszenen bemalte Wandelgang, der sich am Nordufer des Kunming-Sees entlangzieht. Folgt man ihm, so gelangt man auf halber Strecke zu einer Folge von Treppen und Hallen, die zum Pavillon des Buddha-Weihrauchs (Foxiang Ge) hinaufführen (schöner Blick auf den See). Der Wandelgang endet nahe dem steinernen Raddampfer, einem kuriosen Produkt spätqingzeitlicher Geschmacksverirrung. Hier gibt es einen Bootsverleih sowie Anlegestellen für Rundfahrts- und Fährboote.

Gehen Sie weiter um den Hügel des langen Lebens (Wanshou Shan) herum, so gelangen Sie zur Suzhou-Straße, hübschen Ladenzeilen aus sechzig Geschäften in historischem Gewand (mit Teehaus), beiderseits eines Kanals idyllisch gelegen. Die Anlage wurde 1990 nach einem 1860 von der französisch-britischen Armee zerstörten Vorbild rekonstruiert. Oberhalb davon, auf dem Nordhang, stehen die erwähnten tibetischen Klosterbauten.

Der stimmungsvollste Teil des Yihe Yuan jedoch ist der Garten des inneren Einklangs und des äußeren Wohlgefallens (Xiequ Yuan) im Nordosten. Wer sich hier sommertags in den luftigen Teepavillon setzt und auf den herrlichen Lotosteich hinausträumt, erlebt klassische chinesische Lebensart der besten Sorte. April-Okt. tgl. 7.30 bis 17 Uhr, manche Bauten nur 9 bis 16 Uhr, Eintritt 30 Yuan, »alles sehen« 50 Yuan, sonst 8-17 Uhr, Eintritt 20 bzw. 40 Yuan, Bus 332 ab Zoo bis Endstation


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Re: Verbotene Stadt Peking ist genial. Was für ein gewusel in der Stadt :-) Bevor ich hingeflogen bin ... » Mehr
koppi, 18.01.08, 21:41 Uhr

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Verbotene Stadt Es ist echt schon erstaunlich wie sich China und vor allem Peking in den letzten Jahren ... » Mehr
Zicke, 14.01.08, 12:30 Uhr

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