Ein Irrtum führte dazu, dass die 1847 gedruckten Briefmarken »orange Mauritius« und »blaue Mauritius« als äußerst seltene und wertvolle Sammlerstücke Weltruhm erlangten. Mauritius war die erste Kolonie, die Briefmarken herausbrachte (Deutschland druckte 1849 erste Postwertzeichen). Der Graveur Joseph Barnard stach »Post Office« neben das Bild von Königin Viktoria in die Kupferplatte und druckte 500 Stück. Mit den druckfrischen Marken zierte Lady Gomm, die Gemahlin des damaligen britischen Gouverneurs, 150 der 350 Einladungen zu einem Ball. Kurz darauf wurde bemerkt, dass der Aufdruck hätte »Post Paid« lauten müssen. Heute ist die Existenz von 13 orangefarbenen One-Penny- und 12 blauen Two-Pence-Marken bekannt. Eine mauritische Interessengemeinschaft erstand 1993 je ein Exemplar für zusammen 1,5 Mio. Euro. Die Originale kann man im Blue Penny Museum in Port Louis sehen; hervorragende Nachdrucke sind im Postmuseum ausgestellt.
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